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Filmstudios Lüthi & Blanc 30. September 2006 in Glattfelden

Treffpunkt in Zürich Hauptbahnhof 9:15 Uhr, Ziel mit der S5 Glattfelden, ab Station mit dem Postauto und den Rest noch ein paar Meter zu Fuss bis das Ziel erreicht wurde. Einzelne kamen mit dem Auto direkt vor Ort. Traumhaftes Wetter begleitete die Reisenden, waren es doch 30 Frauen, die Interesse für den Anlass zeigten. Bis sich alle einfanden, wartetenwir im Foyer und genossen Kaffee, Gipfelis und Orangensaft. Eine aufgeweckte Dame begrüsste uns freundlich undein kurzes Video gab uns einen kleinen Einblick ins Bevorstehende.Seit Drehbeginn anfangs 1999 gehört die SchweizerSoap "Lüthi & Blanc" schon jeden Sonntagabend in die Stubeder Zuschauer des Schweizer Fernsehens. Welch spannendeErwartungen in uns herrschten, bis wir in die Filmwelt eintauchten, sind kaum zu beschreiben. Auf knapp 4000 Quadratmetern ist es das grösste Filmstudioder Schweiz, wo bis Ende 2006 Lüthi & Blanc gedreht wurde und bis Ende Frühling 2007 die letzte Serie über den Bildschirmläuft. Die Familiengeschichte, ob mit Streiten, Lügen, Lieben, gegeneinander, miteinander, aber doch tägliche Realität im Leben, ist für jeden, der die Serie schon einmal gesehen hat, in fast allen Räumen spürbar. Aber auch ohne dassman die Soap kennt, kann man sich eigene Vorstellungen zusammenstellen. Durch schmale Gänge führte uns der Weg, wo mit viel Geschick und Geschmack die ausgestatteten Räumlichkeiten für die verschieden Szenen zu den einzelnen Dreharbeitstagen eingerichtet wurden. Kulissen, Kameras, Scheinwerfer, Kostüme, Requisiten und vieles mehr. Tausend Dinge und Abläufen müssen bei einer Fernsehproduktion von dieser Grössenordnung geplant und perfekt eingesetzt werden. Ein immenser Aufwand an Arbeit von erfahrenen Profis vor und hinter der Kamera! Ob Küche, ein modernes Büro, Kammer vom Bauernhof, Restaurant, Calvados- Bar, SchlafzimmerSalon in der Villa Blanc oder in einem Aufenthaltsraum, wo eine Treppe hochgeht, aber ins Nichts, weil sie unterhalb der Decke endet, Schluss, kein Weitergehen, getäuscht, alles Schein und doch jede Szene fantastisch in die Szene gesetzt. An der Decke fast geisterhaft, hängend, verschiedene Scheinwerfer in allen Grössen, das optimale Licht für die Schauspieler, die Raumbelichtung für eine vollkommene Beleuchtung, ob für brave oder zwielichtige Szenen. Hinter dem Fenster ein Panorama zu sehen, wo lediglich eine Sperrholzplatte mit grosser Fotokulisse die Aussicht simuliert, soviel Täuschung auf einem Ort – kaum zu glauben. Jeweils um 8:15 Uhr wird die Garderobe für die Schauspieler bestimmt. Während gedreht wird, leuchtet bei der Schiebetür eine rote Warnlampe auf, somit ist jeder Zutritt anderer Personen verboten. Während wir zum eingerichteten Restaurant, auch Studio, geführt wurden, teilte uns die Führerin mit, es möchten sich bitte drei Freiwillige für eine Szene zur Verfügung stellen. Regula Butz, Sandra-Yvonne Lüscher und Kathrin Karnauswaren unsere neuen Schauspieler. Spontan erhielten wir aus dem Stehgreif eine Kurzszene, von unseren Schauspielerinnen mit Bravour gemeistert Regula servierte den Gästen einen schönen Wein (Wasser wird vermischt mit Lebensmittelfarbe; das Glas aus Zucker, damit bei Schlägereien wo Scherben fliegen, die Schauspieler sich nicht verletzen). Nach einem tollem Applaus durften sie mit uns das Studio weiterbestaunen. Klappe auf und Klappe zu. Kein Film ohne Produktionsfirma. Drehbücher müssen geschrieben werden, Schauspieler gesucht und das ganze Team muss zusammengestellt und alles vorbereitet werden. Ebenso müssen die finanziellen Mittel aufgebracht werden, denn ohne Geld erreicht man nichts. Im Regieraum, Monitor an Monitor um jede Darstellung genauestens zu beobachten, Schalter und Hebel für rauf und runter, für alle Feineinstellungen, damit wir zu Hause einen wunderschönen Film in Ton und Farbe erhalten. Im Maskenkämmerlein wird verjüngt, aber auch älter gemacht, vornehmer, arm und sogar hässliche Masken werden mit grossem Geschick geschminkt, wie dies grad das Drehbuch verlangt. Es ist dochein langer Weg, bis wir die gedrehten Szenen im Sofa sitzend, geniessen dürfen. Am Ende wurde die Führung mit viel Applaus verdankt. Das Mittagessen wartet auf uns, das feine Dessert und den Kaffee genossen wir in der geselligen Runde, es wurde noch angeregt diskutiert, bis sich alle wieder auf den Heimweg begaben und vielleicht schon gespannt auf die nächste Folge der Soap warten. Dank bekunden möchten wir Regula für die tolle Organisation dieses schönen Anlasses und wünschen ihr noch viele herrliche Stunden bei den restlichen spannenden Folgen von "Lüthi & Blanc".