Zoobesbesuch 8. Juni 2010 in Zürich
Etwas scheu standen wir an jenem 8.Juni 2010 vor dem Zooeingang, als meine Schwester Nadia Crameri und ich (Britta Crameri) bemerkten, dass wir keine anderen ehemaligen Schülerinnen aus unserer Internatszeit her kannten. Aber uns stand ja ein interessantes Programm bevor und der ganze Anlass wurde von Ruth auch vorbildlich organisiert (Namensschilder, Geschenke, Spenden- super Ruth, danke!). Alex Rübel holte uns an diesem zwar sonnigen aber windigen Nachmittag pünktlich um 15.45 beim Eingang ab und nach einer Einführung bei den Flamingos ging es weiter von Tier zu Tier.Da wir unmittelbar in Zoonähe wohnen, besuchen wir den Zoo regelmässig und ich kenne die meisten Tiere recht gut. So haben mich an Rübels Ausführungen denn auch eher seine Hintergrundin-formationen interessiert. Wir haben bereits bei den Galapagos Schildkröten er-fahren, dass der Zoo bei der Zucht dieser Tiere einen seiner Schwerpunkte hat und eng zusammenarbeitet mit Organisationen, die ums Überleben der mächtigen Reptilien kämpfen. Auch bei den Kappengibbons, den Vicuna und den blauen Pfeil-giftfröschen führt der Zoo Zürich ein Zuchtprogramm durch. Aber zurück zu den Schildkröten. Damit keine Eiablage verpasst wird, wird mit Kameras der Eiablege-ort überwacht. Wenn Eier gelegt werden, gräbt man sie aus und sie werden in der Brutstation des Zoos ausgebrütet und die kleinen Schildkrötli anschliessend von Hand aufgezogen. Man kann es sich kaum vorstellen, aber noch mit 80Jahren legt das Weibchen der Galapagos Schildkröten noch hemmungslos Eier. Beim Nas-horn erzählte uns der Zoodirektor, dass es heute nur noch etwa 3000-5000 Spitz-maulnashörner in der Wildnis gibt. Die Hörner dieser gewaltigen Säuger sei so wertvoll, dass Menschen in Not sich auch immer wieder der Gefahr aussetzen bewachte Nashörner in Zuchtstationen zu töten und ihnen das Horn abzusagen, um es dann für einen sehr lukrativen Preis zu verkaufen. Da dies immer noch vorkomme sei es wichtig, die Einheimischen und oft auch Bedürftigen in den Naturschutz einzubeziehen. Im besten Falle müssten die Menschen ja auch vom Schutz der Natur profitieren. Spannend und lustig waren wie immer auch die Affen. Beeindruckend thronte der Silberrücken direkt zwei Meter vor uns und frass an seinen Blättern herum. Wir erfuhren, dass man die Menschenaffen grob in drei unterschiedliche Typen einteilen kann. Der Orang-Utang ist der Kreativste. Das heisst man stellt ihm eine komplizierte Aufgabe und er findet sehr bald eine Lö-sung zum Problem, zum Beispiel das Herausgrübeln einer Nuss aus einem Be-hälter. Der Schimpanse sei der Aggressivste und dem Menschen am ähnlichsten, während der Gorilla der Sozialste sei. Züchten in einem Zoo bedeutet bei be-schränkten Platz auch oft Geburtenkontrolle, wie das bei den Menschenaffen zur Zeit der Fall ist. Auch wird international gerne nach guten Plätzen in anderen Zoos gesucht und so hilft man sich gegenseitig. Diesbezüglich haben sich die Sitten massiv geändert. Noch im 19.Jahrhundert hat man die Tiere einfach sterben lassen und im Ursprungsland wieder Nachschub an Tieren geholt. Heute bemüht man sich sehr, dass sich die Tiere in Gefangenschaft wohlfühlen und möglichst ähnlich wie in der Wildnis leben. Bei den grossen Wildkatzen, den Löwen und den Tigern waren wir auch zu Besuch, aber es schien, dass alle arg am Verdauen waren und so lagen sie alle faul herum. Ganz im Gegensatz dazu tollten die put-zigen asiatischen Zwergotter im Löwendgehege drinnen wie verrückt herum. De-ren humoristische Darbietung war für mich eine echte Neuentdeckung. Ähnlich wie die Otter setzten sich unsere Kinder immer wieder ungewollt in Szene. Die meis-ten schien das zu belustigten, andere, namentlich die eigenen Mütter, schienen eher verärgert darüber. Auch die grössten Dickhäuter wurden noch mit einem Besuch beehrt und wir erfuhren da allerlei Interessantes über die Elefanten Tan-te, die sich mit dem Maxi nicht verträgt. Endlich habe ich verstanden, wieso der Bulle nicht mit der gesamten Herde draussen sein darf…Ich habe also viel gelernt von Herr Rübel und ihn vor allem einmal life erleben können. Als wir dem Zoodi-rektor zum Abschied noch eine Spende für den Bau des Elefantengeheges über-geben konnten war ich schon fast ä bitzeli stolz, Teil von diesem Verein zu sein. Zum Austauschen von Privatem war der kommende Teil des Anlasses gedacht: Apero im alten Klösterli mit anschliessendem Abendessen. Leider war es uns nicht möglich mit dem Dutzend verbleibenden Ehemaligen den Tag bei einem feinen Abendessen bei sommerlichen Temperaturen ausklingen zu lassen. Ein anderes Mal gerne!
Studioführung SF 28. August 2010 in Zürich
Verschieden Eindrücke: Mit Begeisterung haben wir uns, mein Mann und ich, zur Besichtigung der Fernsehstudios vom Schweizer Fernsehen angemeldet. Der Ausflug wurde von Ruth Huber-Lüthi organisiert. Der Weg von Basel nach Zürich ist für uns «Heimweh-Zürcher» immer eine Reise wert und hat sich auch diesmal mehr als gelohnt. Wir sind zwar erst in letzter Minute zur wartenden Gruppe der Ehemaligen dazu gestossen, die bereits von der sympathischen und sehr kompetenten Frau Frei begrüsst wurden, die uns anschliessend durch die Studios führte und uns viele in-teressante Details aus der Welt des Fernsehens vermittelte kleine Anekdoten aus dem Leben hinter den Kulissen bereicherten die Ausführungen. Überrascht hat uns das Tagesschaustudio, das auf dem Bildschirm zuhause viel grösser wirkt. Be-eindruckend war zu erfahren mit welcher Präzision die Tagesschausendungen über die Bühne gehen müssen und welche technischen Hilfsmittel den Mode-ratoren zur Verfügung stehen. Am Schluss der Führung durften wir noch Getränke und ein Sandwich fassen und wurden bald in das Aufnahmestudio für die Quiz-sendung «1 gegen 100», moderiert von Susanne Kunz, geleitet. Wieder waren wir überrascht , mit welcher Akribie - trotz der lockeren Atmosphäre,die zwischen den Quizkandidatinnen und -Kandidaten und Susanne Kunz herrschte diese Auf-zeichnung über die Bühne ging. Für uns Zuschauer waren es zwei interessante und unterhaltende Stunden. Dieser Besuch des Fernsehstudios hat sicher bei uns alleneine nachhaltige Wirkung hinterlassen, spätestens dann, wenn wir eine Sen-dung des Schweizer Fernsehens aus den besuchten Studios zuhause am Bild-schirm anschauen. Margot Aeschbach-Wipf (1951-1954) Unsere Gruppe mit ehemaligen Ftanerinnen traf sich um 13.00 beim Eingang, wo wir von Frau Frei in Empfang genommen wurden. Die kompetente Führerin, arbeitet im Team des Kassensturzes, und hat uns viel gezeigt und erklärt. Die heutigen Studios sind mit so viel Elektronik ver-sehen, es ist unglaublich, was man alles zu sehen bekam. Dass die Studios in Wirklichkeit kleiner sind, als man beim Fernseh schauen zuhause meint, wusste ich, weil ich früher schon Sendungen mit Fohrler, Epiney und Aeschbacher besucht habe. Dass die Moderatoren ihre Texte am Teleprompter ablesen, war mir ebenso bekannt. Da hat sich viel geändert! In den 60iger Jahren durfte ich eine Zeitlang sogenannte“ Neger“schreiben. Das heisst, ich musste für eine kurze Magazin-sendung von Jean-Pierre Gerwig (früher bekannter Sportreporter)den Text des Moderators mit ca. 5 cm grossen Buchstaben auf Papierblätter schreiben und diese während der Sendung, die live war, neben die Kamera halten, damit Gerwig den Text ablesen konnte! Frau Frei hat uns auch erklärt und gezeigt,wie z.B. in der Tagesschau Interviews funktionieren. Ferner haben wir erfahren, dass die meisten Sendungen Aufzeichnungen sind. Die „Arena“ wird am späteren Nachmittag aufgezeichnet, damit die Teilnehmer abends noch nach Hause kommen. Sendungen wie „Deal or no Deal“, „5 gegen 5“ etc. werden am Stück aufgezeichnet, d.h. ein paar Tage lang, manchmal 2 Sendungenam Tag, und dann wöchentlich einmal gesendet. Wir hatten am Schluss noch Gelegenheit, bei einer Aufzeichnung von „1 gegen 100“ dabei zu sein. Was der Zuschauer zuhause nicht merkt, sind die Unterbrüche, die im Studio gemacht werden, weil die Leute z.B. wieder geschminkt werden müssen, oder wenn es sonst eine Panne gibt. Unsere Gruppe mit ehemaligen Ftanerinnen traf sich um 13.00 beim Eingang, wo wir von Frau Frei in Empfang genommen wurden. Die kompetente Führerin, arbeitet im Team des Kassensturzes und hat uns viel gezeigt und erklärt. Die heutigen Studios sind mit so viel Elektronik versehen, es ist unglaublich, was man alles zu sehen bekam. Dass die Studios in Wirklichkeit kleiner sind, als man beim Fernseh schauen zu Hause meint, wusste ich, weil ich früher schon Sendungen mit Fohrler, Epiney und Aeschbacher besucht habe. Dass die Moderatoren ihre Texteam Teleprompter ablesen, war mir ebenso bekannt. Da hat sich viel geändert! In den 60iger Jahren durfte ich eine Zeitlang sogenannte“ Neger“schreiben. Das heisst, ich musste für eine kurze Magazinsendung von Jean-Pierre Gerwig (früher bekannter Sportreporter) den Text des Moderatorsmit ca. 5 cm grossen Buchstaben auf Papierblätter schreiben und diese währendder Sendung, die live war, neben die Kamera halten, damit Gerwig denText ablesen konnte! Frau Frei hat uns auch erklärt und gezeigt,wie z.B. in der Tagesschau Interviews funktionieren. Ferner haben wir erfahren, dass die meisten Sendungen Aufzeichnungen sind. Die „Arena“ wir dam späteren Nachmittag aufgezeichnet, damit die Teilnehmer abends noch nach Hause kommen. Sendungen wie „Deal or no Deal“, „5 gegen 5“ etc. werden am Stück aufgezeichnet, d.h. einpaar Tage lang, manchmal 2 Sendungen am Tag, und dann wöchentlich einmal gesendet. Wir hatten am Schluss noch Gelegenheit, bei einer Aufzeichnungvon „1 gegen 100“ dabei zu sein. Was der Zuschauer zuhause nicht merkt, sind die Unterbrüche, die im Studio gemacht werden, weil die Leute z.B. wieder geschminkt werden müssen, oder wenn es sonst eine Panne gibt. Dass der Computer aussteigen kann, haben wir ebenfalls miterlebt, und mussten noch einige Geduld aufbringen, bis es weiter ging! Damit die Stimmung nicht abflacht, muss dann der Anheizer „anden Sack“ und das Publikum unterhalten! Andere Leute, die mit uns Ftanerinnen dabei waren, haben sich noch für eine zweite Aufzeichnung aufgerafft, aber wir waren froh, als es zu Ende war. Ganz herzlichen Dank an Ruth für die Organisation, es war eine Superidee. Monique Nagy-Jozsa (1954-1954)Ja, das war wirklich ein sehr spannender, interessanter, aber auch recht anstrengender Tag. Beim ausgezeichneten Flammenkuchen im Balthasar konnten wir uns dann ja ein wenig erholen vor der Heimfahrt! Alles in allem war es ein ganz toller Tag, nicht zuletzt dank Deiner perfekten Organisation, Ruth! Herzlichsten Dank! Nun zu meinen Eindrücken. Ich schaue nun TV schon mit anderen Augen. Was in kleinen, karg ausgestatteten Studios doch mit der Beleuchtung an Effekten erreicht werden kann! Die unzähligen Scheinwerfer, mit denen diese wirklich zauberhaften Veränderungen bewerkstelligt werden, haben mich fasziniert. Einmal bei der Aufnahme einer Quiz-Show dabei zu sein und zu erleben was so alles dazugehört, war sehr interessant. Für uns Zuschauer war es ein rechtes Stück Arbeit, der vorangegangene Apéro somit wohl verdient! Da müssen die Reihen regelmässig und wohl gefüllt sein, damit am Bild ein guter Eindruck entsteht! Da muss der Applaus zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Lautstärke erfolgen etc.! Die Zuschauer sind eigentlich Statisten von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit!! Ich freue mich auf «1 gegen 100» heute Abend. Zum ersten Mal werde ich die Sendung in voller Länge anschauen! Gret Kratzer (1947-1955) Unsere Leiterin, Frau Claudia Frei, welche bereits seit 23 Jahren in den verschiedensten Bereichen des SF tätig ist, begleitete uns nach einer Einführung durch die verschiedenen Studioräume wie das Sportstudio mit den farblich wechselbaren Glaswänden, die Arena, den Club, Puls, Kassensturz, Rundschau (dieser Raum erschien uns optisch vielkleiner als am Bildschirm) und Tagesschau. Natürlich haben wir von weitem das Meteostudio auf dem Dach gesehen und hätten gerne einen Blick darauf geworfen, aber aus sicherheitstechnischen Gründen war dies leider nicht möglich. Immer wieder wurde uns bewusst, wie wichtig ein straffer Zeitplan und eine gut abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Maskenbildnern, Kameraleuten, Technikern und Moderatoren ist. Aber überall ist auch eine grosse Portion an Flexibilität gefordert! Frau Frei konnte uns viele spannende Einblicke und Episoden vermitteln. Nach einer vielfältigen Erfrischung hatten wir die Gelegenheit bei einer Aufzeichnung der Sendung „1 gegen 100“ mit Susanne Kunz als Gäste teilzunehmen. Wir genossen die imposante Beleuchtung dieses Raumes mit den vielen Scheinwerfern und Kameras. Susanne Kunz hat mit viel Einfühlungs-vermögen, Flexibilität und Humor drei KandidatInnen durch die Sendung geführt. Immer gab es wieder Sendungs-Unterbrüche und sogar eine EDV-Panne führte zu einem Unterbruch und teilweisen Wiederholung. Als Zuschauer wurden wir von einem Moderator im Hintergrund jeweils im „richtigen“ Moment zum kräftigen Applaus animiert. Nach zwei Stunden verliessen wir mit vielen Eindrücken und Gedanken den Studioraum. Im Restaurant Balthasar in Zürich liessen wir uns noch mit herrlichen elsässischen Flammenkuchen verwöhnen und genossen das gemütliche Beisammensein.





























