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Papiermuseum Basel 24. September 2017

Der Alumni-Ausflug führte uns in die Papiermühle nach Basel. Was mich faszinierte, diesen Ausflug zu organisieren war, dass eine historische Geschichte dahintersteckte, zum Anfassen und Mitmachen. Schon der Weg vom Bahnhof bei herrlichem Wetter, an der Stadtmauer vorbei, der Rheinpromenade entlang war ein Genuss. Dann über die Brücke, über tosenden Wassermassen, am grossen Mühlrad vorbei, schon waren wir angelangt im historischen Gebäude. Bevor wir das Museum besuchten, stärkten wir uns im Restaurant Papiermühle mit Pasta, Salat, Wähen und Getränken. Mit grosser Spannung treten wir in das Museum, wo noch nach original, alten Maschinen gearbeitet wird, obschon der Beruf als Handpapiermacher in dieser Form nicht mehr erlernbar ist. Das Papier wird aus alten Kleidern, Stoffresten, Baumwolle und trockenem Holz hergestellt. Das Wasserrad treibt das Stampfwerk aus dem 17. Jahrhundert an, das den Faserstoff mahlt, quetscht, stampft und je nach Dichtheit der Masse. Der Papiermacher klärte uns auf über die Kundenwünsche, da es verschiedene Stoffdichten gebe und für diverse Arten bestellt werden kann. In einer Holzwanne wird immer wieder trockener Stoff und Wasser nachgefüllt, damit auch kein schlechter Geruch entstehen kann, da sich sonst Bakterien bilden könnten. Unter der fachkundigen Leitung durften Einige von uns selber Papier schöpfen und ein Muster mit nach Hause nehmen. Die Papierfasermasse gleichmässig in einen Siebrahmen füllen und verteilen, sonst wird es ungleichmässig dick. Das Wasser wird mit der Presse und grossem Druck wieder ausgeschieden und anschliessend mit einer Art Dampfbügeleisen getrocknet. Zum Schluss dürfen wir das selbst geschöpfte Unikat mit Basler-Stab als Wasserzeichen in die Hand nehmen. Ein Stock höher geht es um die Schrift. Die Schrift war lange vor dem Papier entstanden. Die ältesten Schriften wurden auf Steintafeln gemeisselt. Im 4. Jahrhundert vor Christus entwickelte sich im Gebiet des heutigen Irak die Keilschrift, in Ägypten die Hieroglyphen. Mit Feder und Tinte durften wir schreiben und den Brief versiegeln lassen mit dem Basler Dybli (Täubchen), aber auch mit modernen Emojis. Die Handschrift bewährte sich lange. Im 15. Jahrhundert entwickelte Johannes Gutenberg ein Buchdruckersystem. Jeder einzelne Buchstabe wurde spiegelverkehrt gesetzt, fixiert und mit der Druckwalze darüber gezogen. 400 Jahre haben sie diese Art angewendet. Der Rundgang treppauf treppab bleibt uns in wunderschöner Erinnerung, ebenso das Papier selbst herzustellen und auch zu drucken. Im Lädeli kauften wir noch Karten und viele schöne Erinnerungsstücke. Zum Abschluss verabschiedeten wir uns mit einem Aufwiedersehen. Eine kleine Gruppe konnte sich noch nicht lösen vom schönen Ambiente im Gartenrestaurant und diskutierte noch lange über die verschiedenen Epochen. Es hat einfach Spass gemacht, sagt es einfach weiter. Infos unter www.papiermuseum.ch